Am 23. August 2026 habe ich eine Wanderung durch den Ostwald bei Darmstadt gemacht. Auf dem Weg und bei einer kurzen Rast entstanden diese Fotos.



Am 23. August 2026 habe ich eine Wanderung durch den Ostwald bei Darmstadt gemacht. Auf dem Weg und bei einer kurzen Rast entstanden diese Fotos.



Am 11. April 2026 war ich auf dem Weg nach Hagen und traf am Dortmunder Hauptbahnhof auf V160 002, die dort im Zusammenhang mit Bauzugaktivitäten herumstand. Ich habe mich sehr gefreut, die 1960 bei Krupp gebaute Vorserienlok der Baureihe 216 (so die Bezeichnung der V160 ab 1968) zu sehen.


Offenbar gehört die Lokomotive einem Privateigentümer und ist gelegentlich vor Bauzügen im Einsatz.
Rejoice!
I have, together with my Co-Authors at TU Dortmund, won the Alexis de Tocqueville Award der World Association for public Opinion Research (WAPOR)! It was an uplifting moment and a great honor when Tomthy Johnson presented me the certificate during the Conference Dinner at WAPOR’s annual conference in St. Louis, U.S.A. on May 13, 2025.

The winning paper is this:
Thomas Roessing, Kristina Beckmann, Leonie Krzistetzko, Günther Rager, Michael Steinbrecher: Tackling the peculiar connection between media skepticism and dissatisfaction with democracy in Germany. Paper presented at the 78th WAPOR Annual Conference in St. Louis, MO, U.S.A. May 12 to 15, 2025.
Full report about WAPOR’s 2025 awards: https://wapor.org/wapor-2025-conference-awards/
Wenn der Frühling ausbricht, bietet es sich an, eine kleine Wanderung zu machen. Ich hatte im vergangenen Jahr schon einmal versucht, den Fuß- und Radweg auf der ehemaligen Trasse der Dortmunder Kleinbahn vom Phoenixsee aus zu begehen, habe aber den Eingang nicht gefunden. Also bin ich nun zum westlichen Ende des Weges in der Max-Eyth-Straße in der Gartenstandt gelaufen und dort auf den Weg eingebogen.

Der Weg führt recht idyllisch durchs Grüne. Abgesehen von der Streckenführung und dem einen oder anderen Brückenbauwerk deutet nichts darauf hin, dass das mal eine Eisenbahnstrecke war, die das Stahlwerk Phoenix-Ost (Hoesch/Thyssenkrupp) mit der Westfalenhütte im Nordosten von Dortmund verband. Beispielsweise habe ich keine Kilometersteine gesehen, die man ja sonst oft am Rand von Wegen, die früher mal Eisenbahn waren, sieht.

Was ich gefunen habe, war ein dunkler Tunnel. Der Weg, bzw. die alte Bahntrasse führt in der Nähe des Phoenixsees an einer breiten Straße auf einem Damm vorbei. Das müsste die Bundesstraße 236 sein. Früher konnten Züge der Dortmunder Kleinbahn durch diesen Tunnel in Richtung Neuasseln fahren. Wenn ich richtig informiert bin, gab es dort früher eine Zeche, für die eine Anbindung an die Phoenix-Eisenwerke und die Westfalenhütte natürlich nützlich war. Der Tunnel ist nicht sehr lang, aber schwer zu begehen. Bahnschotter ist der unangenehmste Untergrund zum Wandern, den ich kenne. In dem Tunnel liegen diverse Hinterlassenschaften von Silvester herum und — relativ wenig — Unrat. Auf der anderen Seite ist der Tunneleingang mit Gestrüpp zugewachsen, da käme man nur mit einer Machete weiter.

Also bin ich wieder zurück zu dem Weg. Von der Schürener Kurve bis zum Phoenixsee ist es nicht mehr weit.

Kurz, bevor der Wanderer die Phoenixsee-Bebauung erreicht, unterquert der Weg noch eine Brücke. Wenn man genau hinsieht, kann man an der Brücke noch den Ruß der Tribfahrzeuge sehen, die früher Schwerindustriezüge über die Strecke gezogen haben. Auch Roheisen in Torpedopfannenwagen wurde hier transportiert. Häte ich gern mal gesehen, gerade in den dicht bebauten Gebieten, durch die die Strecke führte. Da hatten die Leute in den durchaus ansehnlichen Wohngegenden von Innenstadt-Ost und Gartenstadt einen guten Blick auf Züge mit Schrott und flüssigem Eisen.
Bilder vom nördlichen Teil des Weges gibt es in diesem Beitrag zu sehen. Dort findet sich auch ein Link zu Beiträgen über die Dortmunder Kleinbahn in einem Eisenbahnforum.
Im Januar habe ich dem Südwestrundfunk ein Radio-Interview zu Wikiepedia gegeben. Kann man hier anhören und nachlesen.
Ein warmer Sommertag ist ja geradezu eine Einladung, mal zu sehen, was man am Hafen in Dortmund wohl noch alles fotografieren könnte. Erstmal nur mit dem kleinen Fotoapparat.
Am Übergang vom Fredenbaumpark zum Hafen, Nähe Tankweg, bieten die Gleise der Hafenbahn (Dortmunder Eisenbahn) ein schönes Motiv. Leider ohne Eisenbahnfahrzeuge, aber das kenne ich ja schon.


Als ich ein Stück weiter war und wegen des dichten Buschwerks nichts mehr sehen konnte, war auf den Gleisen Eisenbahnbetrieb zu hören und zu riechen. Pech gehabt.
Im Hafen selbst gab es nix zu sehen. Ich habe schon wesentlich weniger verkehrsberuhigte Häfen gesehen als den Dortmunder Hafen.
Sehr verkehrsberuhigt ist leider auch der Rangierbahnhof (Rbf) Dortmund neben dem Hafen. Früher wurde dort massenweise Montangut umgeschlagen. In Dortmund Rbf kamen die Erz-Ganzzüge aus dem Emsland an, bis 1977 oft gezogen von Dampflokomotiven der Baureihe 043 aus Emden.

Der Rbf war seit dem Ende der Montanindustrie in Dortmund ein Wald, eine typische Bahnbrache. Man erzählt sich, dass die komplette Oberleitung geklaut wurde. Nun wird dort fleißig gerodet und abgerissen. An dieser Stelle entsteht ein ICE-Werk der Deutschen Bahn. Schade, aber immerhin kommt da wieder Bahn hin und kein LKW-Parkplatz.




Ergänzung August 2022: Das Verschwinden des Dortmunder Rangeirbahnhofs schreitet voran:

Blick auf das entbahnte Gelände des Rangierbahnhof Dortmund:
Ende der Ergänzung: Weiter geht es über die Franziusstraße in Richtung Huckarde. Dort begegnet man wieder einem der von mir so geschätzen dicken Rohre.



Sehr viele interessante Dinge habe ich auf meiner kleinen Wanderung von Obernette nach Huckarde nicht gesehen. Ich hatte auch nur den kleinen Fotoapparat dabei. Wenn man beim Wandern aufmerksam hinguckt, findet man gleichwohl einige bemerkenswerte Dinge. Bei diesem Gegenstand dachte ich erst, es handele sich um einen ungewöhnlich großen Kothaufen. War aber ein achtlos weggeworfener Dildo:


Außerdem habe ich noch diese Tür fotografiert, deren Geschichte in dem Beitrag https://www.roessing.org/?p=729 erzählt wird.

Am 16. Juni 2022 habe ich einen kleinen Spaziergang zum Ostfriedhof und rund um den Dortmunder Südbahnhof — oder was davon noch übrig ist — unternommen. Kleiner Spaziergang, also kleiner Fotoapparat.
Hinter den Unterführungen am Defdahl war ein schmaler Weg mit einem Hinweis auf eine “DB-Anlage”. Mal sehen, wo der hinführt.






Ob es sich lohnt, die Runde nochmal mit dem großen Fotoapparat zu gehen, muss ich mir noch überlegen. So richtig großartig was zu sehen gibt es da ja nicht.
Am 28. Oktober 2021 habe ich eine kleine Wanderung im Wald hinter der Kokerei Hansa im Dortmunder Nordwesten unternommen. Ich bin entlang eines Gleises des Nahverkehrsmuseums Mooskamp gelaufen, wobei ich sorgfältig darauf achtete, mich außerhalb des Lichtraumprofils aufzuhalten. Auch auf den rostigen Schienen einer Museumsbahn kann man leicht umgefahren werden, wenn man nicht vosichtig ist. Tatsächlich begegnete mir auf dem Weg ein kleiner, uralter SKL der Museumsbahn, der sich durch Hupen so frühzeitig ankündigte, dass ich noch ein Stück beiseite treten und den Fotoapparat in Stellung bringen konnte (s. Bild unten).








Nachtrag, Juli 2022: Als ich damals einen Weg von der Bahnstrecke zurück in die Zivilisation gesucht habe, bin ich eine zugewachsene Treppe an der Brücke über die Lindberghstraße hinuntergegangen. unte nbefand sich ein kleiner Raum im Brückenfundament mit einer Tür zur Straße. unheimlich. In diesem Raum brannte eine Leuchtstoffröhre. Mitten am Tag ist ein Raum in einem Brückenfundament beleuchtet, den man nur erreicht, wenn man im Wald neben einer stillgelegten Bahnstrecke, eine zugewachsene Treppe runtersteigt. Das wird nicht wirklich viel Energie kosten, aber wenn das meine Lampe wäre, würde ich mich um eine Möglichkeit bemühen sie abzuschalten ,wenn sie keiner braucht.
Die Tür zur Straße war abgeschlossen. Als ich im Juli 2022 auf der Lindberghstraße unterwegs war, habe ich sie von der Straßenseite aus fotografiert:

Der Deusenberg ist eine ehemalige Deponie im Norden von Dortmund, nicht weit vom Hafen und direkt neben der Zeche/Kokerei Hansa gelegen. Raufsteigen ist ein Stück Sport, aber oben wird man mit hübschen Aussichten belohnt. In der umgebung des Deusenbergs fließt die Emscher und es gibt einige Eisenbahnstrecken zu sehen.





