Author Archives: Thomas Roessing

Maschinenhalle Zeche Zollern

Das Industriemuseum Zeche Zollern des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in Dortmund ist ein interessanter Ort, nicht nur für Freunde der Schwer-(Montan-)Industrie, sondern auch “antiker” Elektrotechnik. In der berühmten Maschinenhalle, deren Architektur den Jugenstil mit dem Ingenieursbauwesen verindet, stehen nicht nur große Dampfgeneratoren und die sehr großen Elektromotoren, mit denen die Seilfahrt im Fördergerüst betrieben wurde, sondern auch Schaltgerätschaften, die an eine Vision einer Raumschiff-Brücke aus den 1920er Jahren erinnern. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war “elektrisch” noch eine ziemlch grobe Sache, ohne Touch-Screen und blinkende LED. Am 31. Juli 2020, wegen Sommer und Corona war das Museum ziemlich leer, habe ich ein paar Fotos gemacht.

So viele runde Anzeigen.
Und griffige Schalter, die man noch richtig “umlegen” musste.
“Engage!”
Schalten und walten.
Eine Spannungsanzeige vor einem der Dampfgeneratoren und natürlich der bekannten Jugendstil-Tür der Maschinenhalle.
Industriearchitektur.
Was das wohl früher alles angezeigt hat?

Baltrum, Juni 2020

Trotz der Corona-Pandemie von 2020 hatte ich m Juni Gelegenheit, auf Baltrum Urlaub zu machen und zu fotografieren. Die bilder habe ich teilweise mit dem großen, teilweise mit dem kleinen Fotoapparat gemacht.

Pferde sind auf Baltrum häufig anzutreffen. Hier grasen sie am Flugplatz (EDWZ), das helle Band hinter dem entfernten Pferd ist die Landebahn.
Diese Pferde warten am hafen darauf, einen Wagen mit Gütern ins Dorf zu ziehen.
Die Trümmer einer Möwe nahe der ehemaligen Mülldeponie auf dem östlichen Heller. Was diese Möwe wohl zum Absturz gebracht hat?
Dünenlandschaft.
Diese Stelle auf dem östlichen Heller nenne ich “Land’s End”. Auf der hier nicht sichtbaren Seite des Holzschildes steht “Der Weg endet hier”.
Diese eingezäunte Baracke wird im Herbst von den Jägern genutzt.
An dieser alten Feldbahnschiene hängen die Jäger ihre Beute auf.
Wie lange diese Konstrumktion wohl noch hält?
Dieser Sanddorn-Strauch nahe dem Ostende Baltrums hat vermutlich das Salzwasser bei der Überflutung im Winter nicht überlebt.
Und zum Abschluss. Das “Ostzeichen”.

“Baltrum II” — der Frachter

Die Baltrum II ist der Inselversorger für die Insel Baltrum, auch bekannt als “der Frachter”. Das Schiff gehört der Baltrum-Linie. Es wurde 1966 bei der Schiffswerft Diedrich in Oldersum gebaut — und ist nach 54 Jahren immer noch im Einsatz. Es gibt allerdings Berichte, dass die Baltrum-Linie ein neues Schiff bauen lässt, das durch RoRo-Technik das mühselige Beladen mit einem Ladebaum überflüssirg werden lässt. Grund genug für mich, am 09. Juni 2020 den großen Fotoapparat zu ergreifen und die Baltrum II im Hafen von Baltrum und bei der Ausfahrt in Richtung Nessmersiel zu fotografieren.

Die Baltrum II an ihrem Stammplatz im Hafen von Baltrum. Der Ladebaum ist gut zu erkennen. Im Hintergrund das große Fährschiff Baltrum I und die kleinere Baltrum III.
Nochmal mit weniger Duckdalben im Vordergrund.
Nachdem die Fracht entladen und das Leergut an Deck platziert ist, legt das Schiff ab und dreht im Hafen von Baltrum.
Drehen…
Drehen…
Und raus aus dem Hafen.
Im Hintergrund das ostdorf auf der Insel Baltrum.
Rein ins Watt zwischen Baltrum und dem Festland.
Beim Verlassen des Baltrumer Hafens umrundet die Baltrum II den von mir “West Point” genannten Klein-Leuchtturm am Ende des Betondeichs, der den Baltrumer Hafen vor der aggressiven Nordsee schützt.
“West-Point”, Baltrum II und im Hintergrund das Festland.
Gute Reise!

RRX

Was mag wohl das Verbotsschild bedeuten, das außen an den Endwagen der RRX-züge angebracht ist?

Sobald ich die Antwort weiß, poste ich sie hier.

Das ging schnell im DSO-Forum: Das Schild verbietet das Befahren von aktiven Gleisbremsen.

Kamp-Lintfort 2020-05-27

Am 27. Mai 2020 hatte ich die Gelegenheit, bei der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort 8das is irgendwo am Ende des Ruhrgebiets) ein paar Fotos zu machen.

Zwei ehemalige Bergwerkstürme.
Blaue Schafe.
Außengelände. Seieht ein bisschen aus wie im Rheingau.
Für Kinder gibt es eine militärische Trainingseinrichtung.
Banane. Falls ich noch nicht erwähnt habe, dass ich Banenpflanzen mag, siehe nächstes Bild.
Mein eigener Bananenwald.

Dortmund Nordost am 21. Mai 2020

Am 21. Mai 2020 (Feiertag) unternahm ich eine Wanderung in Dortmund. Eigentlich wollte ich nur das Naturschutzgebiet Kirchderner Wald inspizieren. Da ich dort auf viele Zäune stieß, wurde aus dem Spziergang eine etwas längere Mission of Exploration. Ich hatte den kleinen Fotoapparat dabei. Hier ein paar Bilder.

Ich fuhr mit der U42 zur haltestelle “Schulte-Rödding” (wer immer das sein mag) und betrat den Wald über einen schmalen Fußweg.

Wald im Frühsommer ist was Feines.
Nett hier.
Einer der erwähnten Zäune grenzt den Wald gegen das Gelände eines Baustoffhändlers ab.

Der Wald ist nicht nur hübsch, sondern auch interessant. Es gibt dort ein Entwässerungsbauwerk, bei dem man vermutlich bei Regen einen veritablen Wasserfall beobachten kann. Wenn man weiter geht, kommt man zu einem offensichtlich betagten Pfosten, der möglicherweise mal Teil einer öffentlichen Beleuchung war (mitten im Wald?)

Pfosten.
Pfosten-Detail. Würde mit dem Flair des 19. Jahrhunderts auch gut nach Wiesbaden passen.

Wenn man den Wald verlässt, geht es entlang feiertäglich leerer Straßen weiter zurück in die Zivilisation.

Die Rüschebrinkstraße überquert auch das östliche Ende des ICE-Werks in Dortmund. Trotz Feiertag wurden dort Züge gewartet.

ICE-Werk Dortmund von der Rüschebrinkstraße aus aufgenommen.
Immerhin gibt es in Dortmund noch größere Bahnanlagen, die in Betrieb sind und nicht zur Bahnbrache verkommen.

Der Weg führte mich weiter nach Wambel und dann in Richtung Körne. Als es mir gerade etwas lang wurde und ich mich fragte, wo ich wohl sein möge (und wie ich wieder nach Hause komme), sah ich hocherfreut das Dicke Rohr. Genauer gesagt, jene Überführung über die Hannöversche Straße, an der ich neulich meine Wanderung wegen zu dichten Gestrüpps hatte beenden müssen.

Dickes Rohr führt über die hannöversche Straße.
Dickes Rohr.

Das Dicke Rohr ist eine hervorragende Orientierungshilfe. Parallel zum Dicken Rohr wanderte ich weiter, weil ich wusste, dass ich so die Stadtbahnstrecke der U43 erreichen und richtung Heimat fahren konnte.

Ein letzter Blick aufs Dicke Rohr (für heute…) beschließt meinen Bildbericht.

Was man auf Baltrum vermissen kann

Seit 1974 (da war ich ein Jahr alt) pflege ich meinen Urlaub auf der ostfriesischen Insel Baltrum zu verbringen. Fast jedes Jahr (gefehlt habe ich beispielsweise 1981, 1998 bis 2000 und 2015) und oft mehrmals im Jahr (1988 war ich drei Male auf der Insel).

Früher gab es auf Baltrum allerhand Faszinierendes (gibt es immer noch), aber einige der Institutioenn, die für mich als Kind Baltrum einfach ausmachten, gibt es heute nicht mehr, weitere wird es bald nicht mehr geben. Hier die Liste:

  • Die Inselbahn. Die Feldbahn auf Baltrum war für mich als Kind die Attraktion schlechthin.
  • Die alte Strandmauer mit ihrem brutalistischen Beton-Charme. Der steile Mittelteil (Juister Profil), wo es bei Sturmflut ordentlich “pitschte” und der westliche Teil, das Norderneyer Profil rund um den Westkopf, damals noch ohne Westzeichen! Großartig! Nicht falsch verstehen: Die neue Strandmauer ist sehr gut gelungen. Sieht hübsch aus und macht einen stabilen Eindruck. Nur der Betoncharme von früher fehlt.
Teil der neuen Strandmauer mit Westzeichen auf dem Westkopf.
  • Supermarkt Wietjes. Da war ich oft mit meiner Omi einkaufen. Ich schätzte besonders den Trinkjoghurt “Erdbeere” aus dem Kühlregal. An dieser Stelle befindet sich heute die Kneipe “Sturmeck”. Ich schätze besonders das große Pils.
  • Kunsthandlung Mindermann. Als Kind faszinierten mich die Spielzeugautos von Siku. Später wurde ich auf die Petroleumlampen aufmerksam (und mein Opa hat mir zwei aus dem Hause Mindermann zu Geburtstagen geschenkt) und die Kunstwerke an den Wänden. Einige davon hat sich mein Opa selbst geschenkt.
  • Das Wellenbad. Das Wellenbad mit Salzwasser und ziemlich hohen Wellen wurde zu einem Wellnessbad ohne Wellenanlage umgebaut.
  • Robert, ein bissiger Hund.
  • Bim, ein freundlicher Hund.

Dickes Rohr Teil 2

Die dicken Rohre für Kokereigas/Gichtgas sind an vielen Stellen in Dortmund zu sehen. Es gab hier nämlich zu Zeiten der Stahlindustrie eine Ringleitung für diese Gase, die das Eisen- und Stahlwerk Phoenix in Hörde mit der Westfalenhütte im Norden der Stadt und der Kokerei Hansa in der Nähe des Hafens verbanden.

Am Gründonnerstag, 09. April 2020, habe ich das dicke Rohr in Hörde auf dem Gelände von Phoenix-West (Hüttenwerk zur Erzeugung von Roheisen) besucht und einen kleinen Spaziergang im Tal der Emscher zwischen Phoenix-West und dem Westfalenpark angeschlossen. Der Westfalenturm lugt in einige Bilder herein.

Den Westfalenturm kann man nicht nur vom Hafen aus sehen.
Wenn man ausreichend viele dicke Rohre hat, kann man sich auch ein Hüttenwerk dazu bauen. Von Phoenix-West sind nur diese Ruinen von zwei Hochöfen übrig geblieben, als Industriedenkmal.
Ohne dicke Rohre keine Schwerindustrie.
Das dicke Rohr, das in diesem Bild von den drei Cowpern zum unteren Ende des Hochoffengerüsts führt, war für Heißwind gedacht. Dabei handelt es sich um Luft, die in den Cowpern auf ca. 1000 Grad Celsius erhitzt und dann von unten in den Hochofen geblasen wird, um die exotherme Reaktion in Gang zu setzen, die aus Eisenerz und Kohlenstoff (Eisenoxid und Koks) Eisen und Kohlenstoffdioxid macht.
Phoenix-West im Gegenlicht.
Dieses dicke Rohr verband die Hochöfen mit der Gasgebläsehalle, die bis vor einigen Jahren als Phoenixhalle bekannt war und nun Warsteiner Music Hall heißt. Bei Führungen gelangen die Besucher über den auf dem Rohr angebrachten “Skywalk” zu den Resten der Hochöfen nebenan.
Die bekannten Dortmunder Schmierfinken haben sich viel Mühe gegeben, auch das dicke Skywalk-Rohr zu beschmieren.
Das dicke Rohr verläuft in Phoenix-West entlang der Bahnstrecke Dortmund Hbf-Dortmund-Hörde. Wenn man mit dem Zug zum Beispiel nach Iserlohn fährt, kann man gut sehen,wie das Rohr plötzlich aus dem Wald aufzutauchen scheint und an der Stelle, die hier zu sehen ist, abrupt endet.
Dickes Rohr, rechts im Hintergrund die Phoenix-Halle.
Links das dicke Rohr, rechts die Bahnstrecke.
Mittendrin fehlt ein Stück vom dicken Rohr.
Dickes Rohr führt bergab, vorbei an einer gefährlichen Querrinne.
Der Weg zur Emscher führt unter dem aufgeständerten Rohr hindurch.
Nun verlassen wir das dicke Rohr und begeben uns unter der Bahnstrecke hindurch ins Tal der Emscher. Vom Westfalenpark her grüßt der Westfalenturm.
Die Emscher im Tal zwischen Phoenix-West und dem Westfalenpark.
Beschaulich.
Emscher.
Die Reste der Hympendahlbrücke, über die früher Schlacke von Phoenix auf eine Halde am Rande des Westfalenparks gefahren wurde. Gegenlicht.

Dickes Rohr

Wie in diesem Posting schon bemerkt, sind die dicken, zumeist grünen Rohre für Kokereigas/Gichtgas ein Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Am 05. April 2020 habe ich das dicke Rohr ,das einst Gas zwischen zwischen Westfalenhütte und Phoenix-Stahlwerk lieferte, ein Stück begleitet. Parallel läuft nämlich die stillgelegte und abgebaute Bahnverbindung zwischen den beiden Werken. Sehr unbequem zu gehen auf Bahnschotter, über den sich Brombeerranken ranken! Ich war auf dem nördlichen Teil der Trasse unterwegs, vom Bahnübergang an der Straße “Im Defdahl” in Richtung Westfalenhütte.

Das Forum von “Drehscheibe Online” hat eine Serie von Beiträgen zur Dortmunder Kleinbahn. Lesens- und sehenswert!

Dickes Rohr im Wohngebiet.
Die Umlaufgitter, die ein sicheres Überqueren der Werkbahntrasse ermöglichen sollten und ein BÜ-Signal gibt es noch, nur die Bahnstrecke ist verschwunden.
Dickes Rohr hat die Seite gewechselt. Der kreuzförmige Turm ist offenbar ein Schornstein am ehemaligen Bahnübergang “Am Zehnthof”.
Diese Brücke brachte Bahn und dickes Rohr über den Wambeler Hellweg.

Viel weiter in Richtung Norden geht es nicht. Kurz vor der Brücke über die Hannöversche Straße ist die Vegetation auf dem Bahndamm so dicht, dass man auch mit einer Machete nicht weiterkäme. Da bräuchte man schon einen Bulldozer.

Die eben gezeigte Brücke über den Wambeler Hellweg von der Straße aus gesehen.

Hier geht es zum zweiten Teil: Neues vom dicken Rohr.